Im Februar 2024 hat die Diözesanstelle für Schöpfung und Umwelt die Module der Energieberatung NEU im Erzbistum vorgestellt. Diese Beratung ist eingebettet in das Gesamtprogramm für Erneuerbare Energien, das auch eine finanzielle Förderung für diesen Umstieg bietet.
Energieberatung NEU: Heiz-Strategien laufen gut an - kurzer Zwischenstand
Bei einem Heizungswechsel im Sakralbau werden die Kirchengemeinden mit einer verpflichtenden Heiz-Strategie unterstützt. Im Profangebäudebereich gilt bei einer Sanierung der Heizung das Angebot des NT-Konzeptes. Dafür wurden zahlreiche Energieberater_innen für die Thematiken in den kirchlichen Gebäuden sensibilisiert und geschult, die nun die Beratungen durchführen.
Die Nachfrage ist groß, in den letzten Monaten wurden insgesamt 38 Heiz-Strategien Sanierung von den erzbischöflichen Bauämtern und Verrechnungsstellen sowie Gesamtkirchengemeinden angefragt und bestellt. Diese Art der Heiz-Strategie wird angewendet, wenn in der Kirche die Heizung komplett ausfällt oder in die Jahre gekommen sind und gegen ein neues System ausgetauscht werden muss. Dort stellt sich als erstes die Frage nach der Zukunft des Gebäudes und der derzeitigen Nutzung. Generell wird von den Energieberater_innen geprüft, ob ein Wechsel von der Raumluftheizung hin zur Umfeldtemperierung stattfinden kann. In über 1000 Kirchen wird seit einigen Jahren die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit gemessen. Aufgrund dieser Werte des Klima-Monitorings kann beurteilt werden, wie „gesund“ eine Kirche ist und welche Heizmöglichkeiten sich für die Zukunft davon ableiten lassen. Ein Nachrüsten des Klima-Monitorings in einer Kirche ist problemlos möglich.
Bei der Heiz-Strategie Optimierung, für die derzeit 8 Anmeldungen vorliegen, handelt es sich in der Regel um Reparaturen oder Verbesserungen im Heizungs- und/oder Regelungsbereich. Auch dort, wie bei der Heiz-Strategie Sanierung, lernen die Energieberater_innen anhand eines Vor-Ortbesuches die Kirche mit ihrer Technik und Ausstattung sowie ihren Betreiber_innen und Verantwortlichen in den Kirchengemeinden kennen.
Der ca. 30-seitige Bericht der Heiz-Strategien, der von diesen Fachpersonen erstellt wird, hilft der Kirchengemeinde, ein umfassendes Bild von der Kirche und den möglichen Heizungsvarianten zu erhalten, auf deren Grundlage dann die Entscheidungen im Stiftungsrat für die Veränderung der Grundheizstrategie bzw. für den Einbau einer neuen oder die Reparatur einer bestehenden Heizung getroffen werden können.
Die Beratung hat nicht nur die Ertüchtigung der Gebäude vor Augen, sie hat auch das Ziel auf erneuerbare Energien umzusteigen und den Energieverbrauch zu senken und damit den CO2-Ausstoß des Bistums zu verringern. Somit ist sie ein wichtiger Baustein hin zur Klimaneutralität der Erzdiözese Freiburg.
Die Details zu den Beratungsmodulen und die Förderung, die in der Folge bei der Umsetzung von Maßnahmen gewährt wird, finden Sie auf dem Umwelt-Portal der Erzdiözese unter: Beraten & Fördern

