Vermeiden schädlicher Treibhausgase (THG), das sollte heute Volkssport sein. Egal, ob CO2, Methan, Lachgas, teil- oder perfluorierte Kohlenwasserstoffe, alles muss weitestgehend vermieden werden.
Hummel-Tipp Nr. 149: Vermeiden statt kompensieren
„Klimaneutralität“ gibt es in rund 30 Spielarten heute, meist ist damit der etwas schwächere Begriff Treibhausgasneutralität gemeint. Denn „klimaneutral“ wird in der Regel falsch verwendet, es bedeutet in engstem Sinne eine Treibhausgasneutralität, die einhergeht damit, dass auch alle anderen menschengemachten Veränderungen, die das Klima beeinflussen, abgestellt werden. Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes wurden die Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Bis dahin müssen die THG-Emissionen so weit gemindert werden, dass Netto-Treibhausgasneutralität erreicht wird. Hummel erklärt dies so: „Netto-Treibhausgasneutralität“ ist das Gleichgewicht zwischen den menschen- verursachten Emissionen von THG aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken. Diese Senken sind Moore, Wälder und die Ozeane.“
So mancher Schelm wirbt mit der Klimaneutralität seines Betriebes. Oftmals werden dort aber nicht THG vermieden, sondern anderen Orts „kompensiert“. Bedeutet, klima- schädliche Gase werden nicht am Ort der Entstehung, sondern irgendwo anders in der Welt, wo es billiger ist als hier bei uns, in gleicher Menge reduziert. Besser wäre es, klimafreundliche Rohstoffe und Energie zur Herstellung des Produktes zu verwenden. Ist doch egal, oder? Bei beiden Varianten gelangt am Ende weniger CO2 in die Atmosphäre. Nein, denn die Kompensation verzögert die dringend nötige Entwicklung CO2- freier Produkte. Und Hummel weiß auch, dass so manches Kompensationsprojekt mehr Schein als Sein ist. Der wahre Weg zu einer treibhausgasneutralen Welt geht also nur über Vermeidung dieser Gase.


