Beichte und Eine-Welt-Verkauf
Neben den genannten Gesichtspunkten im neu gestalteten Kirchenraum haben auch die Einbauten unter der Empore eine besondere Bewandtnis. Hinten rechts ist ein ansprechender Beichtraum entstanden. Hier kann entweder, wie früher üblich, am Beichtgitter gekniet werden. Eine andere, immer häufiger benutzte Möglichkeit ist darüber hinaus, sich im (Beicht-) Gespräch gegenüber zu sitzen. So kann eher ein „Gespräch auf Augenhöhe“ stattfinden und seelsorgerlichen Fragen mehr Raum gegeben werden. Leuchtdioden über der Tür verweisen zu Beichtzeiten darauf ob gerade frei (grün) oder besetzt (rot) ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite entstand im Hintergrund nicht nur ein Stauraum. Hier wurde vielmehr mit dem begehbaren Verkaufsraum für fair gehandelte Waren aus der „Einen Welt“ einer langjährigen Tradition in St. Martin Rechnung getragen. Nun müssen nicht mehr zu jedem Verkaufstermin aufwändig Tische auf- und wieder abgebaut werden. Im verschließbaren Schrank können alle Waren entsprechend sichtbar dauerhaft dargeboten werden. Hinter der linken Holztür, von außen zugänglich, verbirgt sich ein Regal für Lebensmittelsammlungen. Damit unterstützen wir regelmäßig die Beiertheimer Tafel. Hier können sich Menschen mit entsprechenden Voraussetzungen ganz günstig mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs eindecken. So schließt sich gewissermaßen der Kreis zum benachbarten Bild des Hl. Martin, dessen Lebensbeispiel uns zum Teilen einlädt.
Neben den genannten Einbauten und Veränderungen wurden in der Zeit der Innensanierung zwischen April und November 2016 die Wände von Schmutz und Staub gereinigt und die gesamte Elektrik sowie die Akustikanlage erneuert. Die neue Beleuchtungsanlage mit modernen LED und entsprechenden Strahlern, die deutlich weniger Strom als früher verbraucht, lässt Raum für unterschiedliche Beleuchtungskonzepte, für festliche Gottesdienste genauso wie für die Zeit unter der Woche, in der die Kirche zum persönlichen Gebet geöffnet ist, für meditativ gehaltene Andachten genauso wie für Feiern im kleineren Kreis. Die Stahlträger und die Stahlsäulen wurden farblich neu gefasst, die Holzbänke aufgearbeitet und neu lackiert und passend zu alldem neue Sitzpolster angeschafft.
Unsere Kirche St. Martin, so sind wir überzeugt, hat viel gewonnen, nicht zuletzt durch die neue künstlerische Ausstattung. Sie lädt neu dazu ein, von innen her „entdeckt“ zu werden und auf das Leben als Gemeinde „auszustrahlen“.
Für den Bauausschuss
Erwin Schmidt, Pfr.
Stand: 14.11.16














